Später Ausgleich kostet die SG den möglichen Heimsieg
Mit einer leidenschaftlichen Leistung ist die SG Waldburg/Grünkraut in die Rückrunde gestartet. Gegen den Tabellenführer aus Baienfurt erkämpfte sich die Heimelf ein 2:2-Unentschieden – auch wenn sich der späte Ausgleichstreffer der Gäste in der Nachspielzeit eher wie zwei verlorene Punkte anfühlte.
Die SG erwischte zunächst den besseren Start. Bereits früh bot sich die große Chance zur Führung: Niklas Sterk lief allein auf den gegnerischen Torhüter zu, scheiterte im Eins-gegen-Eins jedoch knapp. Eine hundertprozentige Möglichkeit, bei der die Heimelf eigentlich in Führung gehen musste.
Stattdessen fiel wenig später der Treffer auf der anderen Seite. Nach einer Ecke landete ein Kopfball unglücklich über Umwege im eigenen Tor der SG – 0:1 (11.). Trotz des Rückstands blieb Waldburg/Grünkraut engagiert und hielt das Spiel offen, ohne jedoch vor der Pause den Ausgleich zu erzielen.
Nach dem Seitenwechsel kam die Heimelf deutlich druckvoller aus der Kabine. Mehrere Abschlüsse verfehlten das Tor nur knapp, einmal rettete jedoch der Pfosten vor einem 0:2-Rückstand. Doch in der 61. Minute folgte der nächste Rückschlag: Stefan Padberg sah nach einer Notbremse kurz vor dem Strafraum die Rote Karte. Besonders bitter – es war sein erstes Spiel für die SG seit 7,5 Jahren, das damit vorzeitig endete.
Trotz Unterzahl bewies Waldburg/Grünkraut große Moral. In der 65. Minute zeigte der Schiedsrichter nach einem Zweikampf im Strafraum auf den Punkt. Die Entscheidung sorgte für Diskussionen und hatte weitere Folgen: Neben dem Strafstoß sah ein Spieler der Gäste Gelb-Rot, sodass beide Teams anschließend nur noch zu zehnt weiterspielten. Niklas Sterk übernahm Verantwortung und verwandelte den Elfmeter in der 68. Minute sicher zum 1:1.
Die SG blieb am Drücker und belohnte sich schließlich für den großen Aufwand. In der 79. Minute traf Marius Müller nach einem Angriff zur viel umjubelten 2:1-Führung und erzielte damit bereits sein neuntes Saisontor.
Alles deutete auf einen perfekten Rückrundenstart gegen den Tabellenführer hin. Doch in der Nachspielzeit schlugen die Gäste noch einmal zu: Ein Distanzschuss landete zum 2:2 im Tor der SG (90.+1).
Am Ende blieb unserer SG ein Punkt gegen den Spitzenreiter – nach einer starken kämpferischen Leistung, die eigentlich mehr verdient gehabt hätte. Besonders angesichts der frühen Großchance und der zeitweisen Unterzahl zeigte die SG eine Leistung, auf die sich für die kommenden Spiele aufbauen lässt.
Kader: Julian Schindele, Marvin Fessler, Leon Hofmann, Stefan Padberg, Ludwig Müller, Laurin Riedesser, Luis Pfeiffer, David Müller, Tobias Schuster, Niklas Sterk, Marius Müller, Noel Müller, Fabian Brugger, Tim Neusch, Manuel Fugunt, Moritz Hübschle
