Dass man gegen die vermeintlich starken Gegner mithalten kann konnte man auf Seiten der SG diese Saison schon mehrmals eindrucksvoll beweisen. So wollte man auch im Derby gegen Vogt dem aktuellen Tabellenführer ordentlich in die Suppe spucken und mit einem Auswärtsdreier nach Hause fahren.

Das Spiel begann mit leichten Vorteilen für die SG. Hauptsächlich die weiten Bälle aus der Innenverteidigung auf die Sürmer stellten die Vogter Viererkette immer wieder vor Probleme. Vogt hingegen spielte überraschend passiv und wurde vor allem durch Standards gefährlich. So auch in der 20. Minute. Nach einem Freistoß von der Strafraumgrenze landet der Ball im Tor, doch der Unparteiische hatte die Abseitsstellung des Vogter Torschützen gut erkannt und den Treffer zurecht aberkannt. Kurz darauf hatte Kilian Hölz die wohl größte Chance auf die Führung: freistehend im Strafraum nahm er den Ball zunächst stark an und scheiterte dann im Abschluss. Nach 25 Minuten dann das bis dato schmeichelhafte 1:0 für den Gastgeber. Ein Freistoß, der aufgrund eines vermeintlichen Handspiels gepfiffen wurde, konnte vom SV Vogt sehenswert zur 1:0-Führung verwertet werden. Wie bereits im Spiel zuvor ließ sich die SG vom Rückstand nicht beeinflussen und spielte weiter munter nach vorne. Den direkten Ausgleich hatte bereits kurze Zeit später Pade Kibele auf dem Fuß. Nach einer Ecke landete der Ball vor seinen Füßen, doch überhastet konnte er den Ball nicht im Tor unterbringen. Kurz danach wieder die selbe Situation wie beim Gegentreffer: der SV Vogt bekam einen völlig unberechtigten Freistoß vor dem Sechzehner zugesprochen. Dumitru Muntean, der zuvor den Führungstreffer erzielen konnte und in der vorangegangen Aktion vermeintlich gefoult wurde, entschied sich allerdings für eine sehr faire Geste und spielte den Ball vom Ort des Vergehens ins Seitenaus. Starkes Fairplay! In der 40. Spielminute dann großes Pech für die SG: der sonst gut leitende Schiedsrichter zeigte bei einem klaren Foul im Strafraum an Laurin Riedesser nicht auf den Punkt. Ein klarer Elfmeter, der die große Chance für den Ausgleich gewesen wäre. Mit 1:0 endete somit die erste Halbzeit. Von Vogt kam erstaunlich wenig aus dem Spiel heraus. Durch Standardsituationen war Vogt aber stets gefährlich. Die SG musste leider stets mit dem eigenen Abschluss hadern, ausreichende Chancen auf den Ausgleich waren durchaus vorhanden. Die SG kam schwungvoll aus der Kabine und versuchte nun die Schlagzahl zu erhöhen. Man verteidigte stark und mit vollem Einsatz, so dass Vogt sich schwer tat Abschlüsse zu kreieren. Offensiv konnte man aber selbst zu selten Akzente setzen. Vor allem beim letzten Pass und im Abschluss fehlte die Präzision. Flo Locher leitete in der 75. Minute dann die Schlussoffensive ein. Bei einem Freistoß am Strafraum traf er jedoch nur die Latte. In der 85. Minute war es wieder Flo Locher, der mit einem Distanzschuss den Vogter Torhüter prüfte. Dieser konnte den Ball nicht festhalten und der Abpraller landet bei Mori Miller, der freistehend vor dem Tor die wohl größte Chance des Tages vergab und am Pfosten scheiterte. Vogt hatte sich da schon längst aufs verteidigen konzentriert und hoffte mit einem Konter die Entscheidung herbeiführen zu können. In den letzten Minuten war der Ball nur um oder im Strafraum der Vogter, aber der Ausgleich wollte einfach nicht fallen.

So reichte Vogt ein Freistoß und ein bisschen Glück um gegen die SG zu gewinnen. Nach dem Spielverlauf und den hochkarätigen Chancen wäre zumindest ein Unentschieden mehr als verdient gewesen. So muss man sich auf Seiten der SG wieder einmal den Vorwurf machen lassen, dass die Chancen nicht ausreichend genutzt werden und man deshalb bereits schon des Öfteren den Kürzeren ziehen musste.

Kader: Sebastian Ruess, Patrick Kibele, Fabian Brugger, Julian Ruedi, Kilian Hölz, Steffen Hauser, Alex Schneider, Finn Tolkmitt, Laurin Riedesser, Moritz Miller, Tobias Schuster, Niklas Sterk, Florian Locher, Frank Burgenmeister, Levin Wölfle, Sebastian Moser, Jonathan Locher