Chancen-Wucher, 0:2-Rückstand und am Ende trotzdem gewonnen…

45 Minuten Hoffnung oder 7:0 Schüsse aufs Tor: Würde man das vergangene Spiel des glorreichen FC Schalke 04 gegen die Borussia aus Dortmund mit dem Derby unserer SG gegen den SV Ankenreute vergleichen, könnte man fast Mitleid mit dem SVA  haben. Bereits die ersten 45 Minuten konnte sich unsere SG wie der BVB eine Vielzahl an Chancen erspielen, die wie im Revierderby ungenutzt blieben. Trotzdem ging auch die SG als Derbysieger vom Platz. So hatte auch der SVA wie der FC Schalke Hoffnungen auf einen Punktgewinn. Mit Moritz Miller, Laurin Riedesser und Fabian Brugger ließ die SG bereits in der ersten Halbzeit einige hochkarätige Chancen liegen. Auf Seiten der Gäste konnte im ersten Durchgang bis auf einen missglückten Schuss von Topscorer Luca Rief keine nennenswerte Chance verzeichnet werden.  So ging es mit einem schmeichelhaften 0:0 aus Sicht der Gäste in die Pause. Die Gastgeber, im weiteren Verlauf liebevoll „Waldkraut“ genannt, hatten sich im Laufe der weiteren Partie Einiges vorgenommen… Man wollte den bis dahin schwachen Gast aus Ankenreute weiter unter Druck setzen und auf den Führungstreffer drängen. Doch es kam anders. Da ISSA… So RIEF es in der 49. Minute auf Ankenreuter Seite… Nach einem Gestochere im Strafraum kam Mutasem Issa frei vor SG Torhüter Sebastian Ruess zum Schuss und verwandelte souverän zum 0:1 für die Gäste. Bereits 5 Minuten später klingelte es erneut im Tor der SG. Patrick Padberg, Bruder der Waldburger Bezirksligalegende Stefan „Eva“ Padberg, konnte nach einer Standardsituation und Abstimmungsschwierigkeiten in der Hintermannschaft der SG zum 0:2 für die Gäste einköpfen. Patrick Padberg, der im Jahr zuvor bereits drei Treffer im Derby gegen unsere SG erzielen konnte, konnte damit bereits alle Hoffnungen der SG begraben. Bis dahin schien bereits alles gegen unsere SG zu laufen. Dominierte man den Gegner in der ersten Halbzeit, lag man dennoch bereits nach 55 Minuten „dummerweise“ 0:2 hinten. Die einzigen souveränen Aktionen des SVA waren bis dahin wohl das blitzschnelle Abspielen der durchaus respektablen Tormusik. Diese sorgte sogar auf Seiten des Gastgebers zeitweise für Erstaunen. Bis dahin verlief das Spiel anschließend ohne nennenswerte Torchancen. Beim SV Ankenreute lief bis dato nicht viel zusammen, trotzdem lag man mit 2:0 in Front. Märchen besagen, dass man in Ankenhofen zu diesem Zeitpunkt bereits die Derbysieger-Hymne neu interpretiert hat. Doch diese Interpretation sollte an diesem Tag keine Verwendung finden. Immerhin konnten in der nächsten Aktion mehrere Ankenreuter Spieler eine Hauptrolle im Spielgeschehen übernehmen. Nach einem überragenden Solo von Flo „The Killer“ Locher konnten sich einige unauffällige Spieler des SVA als Statisten beweisen. Nachdem Flo mehrere Spieler des Gegners vernaschen konnte, versenkte dieser den Ball mit einem SONNTAGSschuss im Torwinkeln. So stand es nach 69. Minuten nur noch 1:2 aus Sicht des Gastgebers aus Waldkraut. Auf Seiten des SVA begann schließlich zu diesem Zeitpunkt das Nervenflattern. Bereits kurz nach dem Anschlusstreffer wurde Kapitän Moritz Miller im Strafraum der Gäste gefällt und der bis dahin gut leitende Schiedsrichter entschied auf Strafstoß für den Gastgeber. Diesen konnte Fabian Brugger nur zwei Minuten nach dem Anschlusstreffer souverän zum Ausgleich verwandeln. Die Waldkrauter Fans peitschten ihr Team anschließend immer lautstarker nach vorne. Mit der Einwechslung von Luis Pfeiffer, Marius Rothenhäusler und Daniel Erb kam die SG dem angepeilten Derbysieg immer näher. Leider musste Daniel Erb nach einem selbst begangenen Foulspiel und einer daraus resultierenden Verletzung kurze Zeit später bereits wieder ausgewechselt werden. Mehr Glück als beim Endergebnis hatte bei dieser Aktion ein Spieler des SVA, als dieser mit einer ersichtlichen Tätlichkeit den am Boden liegenden Erb am Hals nach oben ziehen wollte. Die WAHL zwischen roter Karte für den SVA und mündlicher Verwarnung für Erb fiel schließlich gegen den Spieler der SG, der im Anschluss verletzt ausgewechselt werden musste.  Nach einem darauffolgenden Foulspiel des SV Ankenreute, ca. 30 Meter vor dem Strafraum, konnte unsere SG schließlich den Treffer zum 3:2 erzielen. Eine butterweiche Flanke von Pade Kibele verwandelte Laurin Riedesser mit einem Volleyschuss Marke „Tor des Jahres“ zum viel umjubelten Siegtreffer. Die anschließenden „Derbysieger“-Gesänge der SG hallen scheinbar immer noch durch Unterankenreute und sorgen in der Aufstiegssuppe des SVA für den ein oder anderen faden Geschmack.

Kader:
Sebastian Ruess, Julian Ruedi, Patrick Kibele, Niklas Sterk, Fabian Brugger, Moritz Miller, Levin Wölfle, Florian Locher, Steffen Hauser, Hubert Sterk,  Laurin Riedesser, Marius Rothenhäusler, Daniel Erb, Marian Köbach