Erst Traumstart, dann Unvermögen: Cleverness und Torhüter kosten Team 1 das Weiterkommen

Mit einem unnötigen Last-Minute Gegentreffer und einem starken Wolfegger Torhüter im Elfmeterschießen endet für unser Team 1 die Pokalrunde. Aber der Reihe nach. Nach dem Auftaktsieg in der Liga war man gespannt, wie sich unser Team im Pokal gegen einen auf dem Blatt starken SV Wolfegg schlagen würde. Im Vergleich zum Saisonstart wechselte Coach Michael Riechel unter anderem verletzungsbedingt einige Positionen, was sich keinesfalls negativ auswirkte. Im Gegenteil. Bereits in der 3. Spielminute konnte Marius Müller das 1:0 für die Heimelf erzielen. Nur fünf Minuten später erzielte Kilian Hölz nach feiner Einzelaktion im Sechzehner das 2:0. Auch im Folgenden spielte weiterhin nur die SG und der SV Wolfegg hatte alle Mühe, sogar die einfachsten Kurzpässe an den Mann zu bringen. Die ersten 45 Minuten kam vom Gast aus Wolfegg keinerlei Gegendruck und einen nennenswerten Torschuss auf Seiten der Gäste konnte man demnach folgerichtig auch nicht verbuchen. Die SG dominierte das Spiel und erarbeitete sich auch weiterhin einige Möglichkeiten, die leider allesamt ungenutzt blieben. So ging es mit einer 2:0 Führung in die Halbzeitpause. Auch hier wollte der SV Wolfegg zu Beginn der zweiten Halbzeit gar nichts wissen. Außer einem kurzzeitigen Pressing zog man sich dann weitestgehend wieder zurück und überlies der SG das Feld. Diese konnte sich dann wiederum einige gute Möglichkeiten erarbeiten und man war dem 3:0 näher als der SV Wolfegg seinem ersten Torschuss. Die wohl beste hatte schließlich Kapitän Moritz Miller der mit einem Handelfmeter am Wolfegger Schlussmann scheiterte. In der 63. Minute sollte sich die mangelnde Chancenverwertung dann das erste Mal rächen: Wolfegg konnte den ersten Schuss aufs Tor verbuchen, der im Netz landete. Nach einem Foul eines SG-Verteidigers entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß und so kam es wie es kommen musste: der Gast erzielte per Strafstoß den bis dahin schmeichelhaften 2:1-Anschlusstreffer. Keine fünf Minuten später dann der unnötige Wendepunkt im Spiel. Nachdem ein Wolfegger Stürmer alleine auf Torhüter Sebastian Moser zulief, holte dieser den Stürmer durch ein völlig übermotiviertes Einsteigen unsanft von den Beinen und musste das Feld schließlich zurecht mit einer roten Karte verlassen. So war man gezwungen, mit Patrick Kibele einen Torhüter ins Tor zu stellen, der seine Sache allerdings sehr gut machte und den darauffolgenden Freistoß erstmal spektakulär parieren konnte. Der SV Wolfegg hatte jetzt Blut geleckt und es kam dem Gast entgegen, dass die SG nur noch mit zehn Mann auf dem Spielfeld war. Es begann ein 15-minütiger Sturmlauf der Gäste, welchen die SG allerdings gut verteidigen konnte und man sich des Öfteren wieder befreien und in der gegnerischen Hälfte den Ball halten konnte. Als das Spiel eigentlich schon vorbei war und man den Ball nur noch an der Eckfahne hätte halten müssen, fehlte der SG am Ende die Cleverness und man schlug einen hohen Ball in die Mitte. Daraus entwickelte sich ein gefährlicher Konter, den der Gast aus Wolfegg in der 93. Minute zum 2:2 verwandeln konnte. Wer die erste Halbzeit gesehen hatte, dürfte sich gewundert haben, wie dem bis dahin harmlosen Gast zwei Treffer gelungen waren. So kam es zum Elfmeterschießen, in welchem der Torhüter der Gäste über sich hinauswuchs und bis auf einen Elfmeter der SG allesamt parieren konnte. Einzig Niklas Kahl verwandelte auf Seiten der SG seinen Strafstoß, nachdem zuvor Moritz Miller, Fabian Brugger und Marian Köbach allesamt gescheitert waren.
Unterm Strich lässt sich dennoch auf Seiten der SG auf der ersten Halbzeit und dem dominierenden Spielgeschehen aufbauen, hatte man doch einen, laut Schwäbischer Zeitung, Aufstiegskandidaten eigentlich souverän unter Kontrolle und schied letztendlich nur durch ein unnötiges Schwächen des eigenen Teams und der mangelnden Cleverness aus.
Jetzt gilt es den Fokus wieder auf die Liga zu setzen und im nächsten Spiel gegen den TSV Berg den guten Saisonstart zu bestätigen.

Kader: Sebastian Moser, David Müller, Julian Ruedi, Patrick Kibele, Marian Köbach, Steffen Hauser, Moritz Miller, Kilian Hölz, Marius Müller, Moritz Miller, Laurin Riedesser, Fabian Brugger, Florian Locher, Niklas Kahl, Luis Pfeiffer